Sonja Tajsich

3x Ironman Champion

Monthly Archive: June 2013

Sunday

16

June 2013

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Sieg bei Mitteldistanz Triathlon in Ingolstadt

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Ingolstadt-1Es fiel mir verdammt schwer, die Entscheidung zu treffen, den Challenge Kraichgau Mitteldistanz-Triathlon vergangenen Sonntag abzusagen. Die Erkältung piesakte mich und ich schaffte es einfach nicht rechtzeitig, die Kurve zu kratzen. Zerknirscht habe ich das Rennen am Live Ticker verfolgt und die neue Entscheidung war gefällt: Nächsten Sonntag starte ich in Ingolstadt nicht über die Kurzdistanz wie geplant, sondern über die Mitteldistanz. Mein Trainer Ralf Ebli war einverstanden und die flexiblen Organisatoren druckten sogar extra noch eine neue Startnummer für mich.

Heute war es dann so weit. Die Erkältung soweit im Griff und das David Garrett Konzert am Vorabend in Bayreuth genossen. Ich muss zugeben: Es gibt bessere Wettkampfvorbereitungen, aber sicher nicht schönere. Noch getragen von der tollen Konzert-Stimmung waren wir endlich um 1 Uhr nachts in Ingolstadt im Hotel.

Ein klein wenig müde war ich am Morgen schon, aber ich wusste, dass sobald der Startschuss gefallen ist alles rund laufen wird. Es war mein Wetter. Und es sollte heiß werden. Herrlich.

Ich nehme es vorweg: in 3:40:41 Stunden habe ich den Mitteldistanz Triathlon in Ingostadt gewonnen. Mit einer Schwimmzeit von 00:29:26 Stunden über 2 Kilometer konnte ich mich bereits im vordersten Feld platzieren. In  Boulder hatte ich 6 Wochen sehr intensiv an einer Technikumstellung gearbeitet und es sieht so aus, dass ich die verbesserten Zeiten aus dem Pool großteils im Freiwasser umgesetzt bekomme.

Auf dem Rad dauerte es dann knappe 20 km bis ich zur 1. Frau, Diana Riesler, aufgeschlossen hatte. Dort entwickelte sich ein harter Zweikampf um die Spitze, der darin mündete, dass wir beide mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,2 km/h zeitgleich in der Wechselzone ankamen (Zeit 01:47:03 Stunden für 74 km).

Beim anschließenden Halbmarathon kam ich schnell in Tritt und es machte riesen Spaß, die vier Runden bei “Sonja Wetter” um den See zu drehen. (01:20:53 Stunden).

Jetzt stehen mir noch ein paar Wochen richtig hartes Training bevor um mich bei meinem ersten Saisonhighlight, der Challenge Roth in 4 Wochen dann auch in Bestform präsentieren zu können.

Nächste Woche  werde ich aber zunächst natürlich beim Erdinger Triathlon am Start stehen!

Sunday

2

June 2013

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Der Wettkampf in St. Pölten

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Skins-5Jetzt ist mittlerweile 1 Woche vergangen, seit ich aus Boulder zurück bin. Und glaubt mir, seit einer Woche will ich diesen Blog schreiben um Euch teilhaben zu lassen, wie es mir ging, so aus der Höhe kommend den Wettkampf in St. Pölten zu meistern. Aber kaum in Deutschland rast die Zeit nur wieder so dahin.

Wir sind am Freitag vor einer Woche um 14 Uhr in München gelandet. Total gerädert, wir haben alle kaum geschlafen. Die Flugdauer betrug nur gute 8,5 Stunden und bis das Essen da war und dann wieder kommt ist die Zeitspanne nicht lang. Auf Knopfdruck schläft man dann auch nicht ein, so dass ich maximal 3 Stunden unruhigen Schlaf auf mein Entspannungskonto verbuchen konnte.

Von München sind wir dann direkt nach St. Pölten weiter gefahren. Irgendwann abends um 20:30 Uhr waren wir endlich im Hotel. Keine Ahnung, wie Tom diese lange Fahrt ohne jeden Schlaf schaffen konnte. Wir dachten: Wir schlafen jetzt so lange wie wir nur können. Prompt klopft uns früh am Samstagmorgen die Dopingkontrolle aus den Federn. Das war’s dann mit dem Ausschlafen. Samstag verging schnell: Wettkampfsachen herrichten, Vorbelastung fahren, Wettkampfbesprechung mit der Botschaft, das Schwimmen fällt aus. Ich wusste nicht, wie ich gefühlsmäßig damit umgehen soll. Es war wirklich viel zu kalt und undenkbar, nass aufs Rad zu steigen. Aber auch wenn Schwimmen meine schwächste Disziplin ist, so mache ich Triathlon und finde Wettkämpfe ohne Schwimmen unvollständig. Das ganze Flair ist anders. Dennoch ein großes Lob dem Veranstalter, wie professionell sie mit der extremen Situation Skins-3umgegangen sind und das Rennen auf höchstem Niveau umgemodelt haben.

Samstagabend hat mich der Jetlag bzw die achtstündige Zeitverschiebung total eingeholt und ich konnte überhaupt nicht schlafen. War ich müde, als es hieß aufzustehen… Meine innere Uhr zeigte „Mitternacht“ und mein System konnte sich kaum vorstellen, gleich Höchstleistung zu bringen.

Ich hab alles versucht, ich hab geschnauft wie ein Walross, die Pulswerte waren hoch, die Wattwerte auch. Dennoch war es mir nicht möglich, den Anschluss an die Spitze zu halten. Ich habe gekämpft, ich bin „explodiert“, ich habe weiter gekämpft. Beim Laufen nicht anders. Erst auf den letzten 8 Kilometern hatte ich das Gefühl, dass es etwas besser geht, vielleicht weil das Ziel in Sicht war. Was für ein Kampf.

Ich bin stolz, dass ich es durchgezogen habe. Und ich habe Erfahrung und Erkenntnis gesammelt: Erstens – so knapp werde ich nicht mehr anreisen, zweitens – ich konnte die Belastung ohne größere Schmerzen wegstecken. Das heißt, meine Verletzung ist so gut wie ausgestanden. Das war der große Test für mich und deshalb wollte ich auch unbedingt starten.

Nun habe ich mich entschlossen, am 9. Juni bei der Challenge Kraichgau zu starten. Vom letzten Jahr weiß ich, was für ein schöner Wettkampf das ist und ich bin wirklich gespannt wie es läuft, wenn ich richtig ausgeschlafen bin ;-)