Sonja Tajsich – 3x Ironman Champion

Tuesday

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December 2017

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Ironman Cozumel: Podest zum Jahresabschluss

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Ironman Cozumel

Da Tom keinen Urlaub mehr hatte und Lisa in die Schule musste und ich Julia nicht schon wieder dem langen Flug, Jetlag und der Klimaänderung aussetzen wollte, haben wir unseren texanischen Freund Del gefragt, ob er nicht für 10 Tage nach Cozumel kommen könnte um mich zu unterstützen.

Die Tage vorher waren super, die Destination ein Traum, das Team um Hannes Hawaii Tours familiär und sehr hilfreich, Del an meiner Seite echt angenehm. Ich hatte eine gute Zeit und war, nachdem ich nun endlich auch gesund war, voller Tatendrang.

Das Rennen hat dann auch rundum Spaß gemacht. Zuerst kam mir die gigantische Strömung bei der Punkt-zu-Punkt-Schwimmstrecke mehr als entgegen. Mit meiner persönlichen Bestzeit (und das auch noch ohne Neo) war der Auftakt geglückt (51:50Min). Auf dem Rad fühlte ich mich gut, fuhr konstant meine Wattwerte und war umso erstaunter, warum ich mehr und mehr Rückstand aufgebrummt bekommen hatte. „Nicht beirren lassen“ dachte ich mir, musste noch kurzerhand einen Plan B für meine technischen Probleme auf dem Rad finden (puh, geglückt) und hätte vielleicht nicht an jeder der gesamt 15 Stationen auf der Strecke Wasser nehmen sollen, weil man doch auf der flachen Strecke recht runterbremsen muss. Alles in allem aber hatte ich auch zum Schluss noch trotz immer stärker werdenden Windes einen 36er Schnitt und gleich viele Watt wie auf Brasilien und Frankfurt. Also alles im Lot.
Der Rückstand war mittlerweile gigantisch. Meine Laune trotzdem spitze. Mal sehen wie sich die Beine anfühlen. Der erste Kilometer „lief“ (im wahrsten Sinne des Wortes) super, die erste Runde lief super, die zweite obendrein und dann wurde mir bewusst, dass das Podium erreichbar sein könnte, wenn ich mit diesem flotten Tempo weiterlaufen würde. Die Beine blieben dem Tempo treu. Bei km39 war der Sprung aufs Podest geglückt. Es hätte nicht gerade meine Landsmännin Anja sein müssen, die ich da überhole. Gefreut habe ich mich trotzdem sehr. Einfach weil das Podest mein großer Wunsch für diesen Tag war. Ein Rennen, das mir von Anfang bis Ende einfach nur Spaß gemacht hat. Mir wurde viel, aber nicht alles abverlangt. Ich hatte Muskelkater danach, aber in normalem Ausmaß. So soll es sein.

Das war ein gebührender Saisonabschluss eine Woche vor meinem 42. Geburtstag. Jetzt kann die Pause kommen – mit Plätzchen und Weihnachtsmärkten!